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Verband Freikirchlicher Diakoniewerke e.V.

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Jahrestagung des Verbandes Freikirchlicher Diakoniewerke e. V. in Freudenstadt

Die Mitgliederversammlung des Verbands freikirchlicher Diakoniewerk (Sitz Nürnberg) tagte am 12. und 13. März 2019 in Freudenstadt. Dabei wurde Pastor Frank Eibisch zum neuen Vorsitzenden des Verbands gewählt. Er folgt Direktor Andreas Cramer, der das Amt nach 12 Jahren abgegeben hat.

Freudenstadt (goh) – Wenn die Politik nicht solidarisch handelt, dann werde es auch in der Gesellschaft schwieriger, für Solidarität einzutreten. Das machte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Württemberg, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, vor über 40 Teilnehmern auf der Jahrestagung 2019 des Verbands freikirchlicher Diakoniewerke (VfD) in Freudenstadt deutlich. Kaufmann wies auf einen „klaren Zusammenhang von politischen Entscheidungen und ehrenamtlichem Engagement“ hin. Viele Ehrenamtliche seien „frustriert, weil Prozesse lange dauern“, etwa wenn es um die Vermittlung einer Lehrstelle für Migranten gehe und um die erforderliche Arbeitserlaubnis. „Deshalb muss Diakonie hinstehen und hier Zeichen setzen“, weil alle dazugehörten. Vielfalt und Teilhabe seien wichtig für ein gelingendes Leben und auch eine bleibende Aufgabe, so Kaufmann weiter.

Die VfD-Jahrestagung am 12. und 13. März 2019 im Hotel Teuchelwald stand unter dem Thema „Soziale Risiken nehmen zu“. Dies bestätigte auch der örtliche Landrat Dr. Klaus Michael Rückert. Im nördlichen Schwarzwald nähmen Altersarmut, der Bedarf an Pflege oder sozialer Betreuung von Kindern zu, jedoch nicht so stark wie im Bundestrend. „Unsere Aufgabe ist es, früh dagegenzuwirken und soziale Risiken abzufedern, damit sie nicht wachsen“, sagte der CDU-Politiker. Zugleich dankte Rückert den kirchlichen Trägern in seinem Landkreis für ihr wichtiges soziales Engagement. Dazu gehört auch das methodistische Diakoniewerk Martha-Maria, das in Freudenstadt den Gesundheitspark Hohenfreudenstadt mit Klinik und Hotel betreibt.

Was diakonische Träger im freikirchlichen Verband zur Minimierung sozialer Risiken beisteuern können, verdeutlichte der Diakoniewissenschaftler und Sozialtheologe Professor Dr. Ralf Dziewas von der Theologischen Hochschule Elstal bei Berlin. Mit Bezug auf das Alte Testament sollten Menschen vor sozialen Risiken geschützt werden. Übertragen auf heute bedeute dies: „Soziale Teilhabe für alle, gesicherte Rechte statt Abhängigkeit, gleichwertige Lebensbedingungen und ein inklusives Gemeinwesen“. Gerade in der Gestaltung lokaler Sozialräume sollten sich Kirchen zusammen mit anderen Partnern vor Ort einbringen, forderte Dziewas.

Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig den Methodistenpastor Frank Eibisch, Geschäftsführer der diakonischen Gesellschaft „edia.con“ Leipzig, zum neuen Vorsitzenden. Der 54-Jährige folgt Andreas Cramer, Direktor und geschäftsführender Vorstand des Diakoniewerks Martha-Maria (Nürnberg), der nach 12 Jahren altersbedingt aus dem Amt scheidet. Cramer hatte entscheidend dazu beigetragen, dass der Verband freikirchlicher Diakoniewerke e.V. „die diakonische Plattform“ aller kleinen Kirchen ist und diese im Evangelischen Werk Diakonie und Entwicklung gut vertreten sind. Infolgedessen nahm die Mitgliederversammlung neu in den Verband die Herrnhuter Diakonie mit Sitz in Herrnhut auf sowie das Naemi-Wilke-Stift der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Guben. Außerdem wurden die Evangelisch-Freikirchliche Beratungsstelle Hamburg und der neugegründete Albertinen Kovent e.V. Hamburg jeweils einstimmig aufgenommen. Unterdessen hat der Verein Billekidz, ebenfalls Hamburg, seine Mitgliedschaft gekündigt. Damit gehören dem VfD nun 46 diakonische Trägereinrichtungen an.

Die nächste VfD-Jahrestagung findet am 3. und 4. März 2020 in Essen statt.

Holger Gohla

 


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